Fernseher mit Internet: Was erwartet uns?

Widgets, Videos on Demand, Infos zu den aktuellen Sendungen oder einfach nur mit dem Fernseher ins Internet gehen: Das World Wide Web ist längst auf den Fernsehern angekommen. Heutzutage ist fast jeder und um die Uhr online und darum macht das Internet auch vor dem Fernsehen nicht Halt. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die heutigen und zukünftigen TV-Geräte mit immer mehr internetspezifischen Zusatzfunktionen ausgestattet sind.
Zwar gibt es Internet-Anwendungen auf den Fernsehern schon längere Zeit, aber im Jahr 2011 wird es einige wichtige und interessante Neuigkeiten geben. Teilweise werden diese sogar als Upgrade für schon bestehende Fernseher erhältlich sein.
So wird Sony die Online-Plattform „Qriocity“ um den Internet-Telefondienst Skype erweitern und es außerdem mit einer speziellen Software möglich machen, Musikstücke, die im Fernsehen gesendet werden, automatisch erkennen zu lassen. Von Samsung wird es ein Portal namens „Smart Hub“ geben, bei dem unter einer gemeinsamen Oberfläche TV-, VoD-Inhalte, sowie andere Internet- und Netzwerkinhalte gemeinsam zur Verfügung stehen.
Panasonics Plattform „Viera Cast“ bekommt einen interessanten Nachfolger. „Viera Connect“ beinhaltet mehr Funktionen und Applikationen. „Toshiba Places“ wird für seine Inhalte eine einheitliche Benutzeroberfläche für Fernsehbildschirme, Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs verfügen. Damit soll es den Anwendern leichter fallen, die Inhalte von unterschiedlichen Geräten zu verwalten.
Ein Gemeinschaftsprojekt namhafter Hersteller wie Sony, Philips, Samsung und Panasonic soll die zukünftige Plattform für digitale Heimunterhaltung mit dem Arbeitstitel „UltraViolet“ werden. Idee der Hersteller ist es, dass ein Nutzer die Rechte, zum Beispiel an Filmen, nur einmal kaufen muss und diesen dann auf allen vorhandenen Geräten abspielen kann. Der Film steht dann zentral auf einem Server bereit und kann nach Belieben über das Internet gestreamt werden. Zudem bekommt der Nutzer seinen erworbenen Film zusätzlich als optisches Medium, beispielsweise auf DVD.

Auch vor dem guten alten Videotext macht das Internet nicht Halt. „Hybrid Broadcast Broadband TV“, abgekürzt HbbTV, ist der Name für die neue Variante des Videotextes. Ganz bequem per Knopfdruck kann man sich dann zu den aktuellen Sendungen Informationen anzeigen lassen und passende Videos aus der Mediathek des jeweiligen Senders auswählen. HbbTV ist ein europäisches Projekt und wird deswegen besonders von europäischen Herstellern wie Phillips und Loewe in die firmeneigenen Geräte verbaut. Hier gibt es auch die Möglichkeit, aktuelle Geräte per Firmware-Update nachzurüsten. Eine wirkliche Umsetzung dieser Software gibt es aber noch nicht und wann sie wirklich erfolgen wird, ist auch noch ungewiss. Gründe hierfür sind bei den TV-Sendern zu suchen, die sich nicht an Standards gebunden fühlen und nur „Showcases“ als Testlauf ausstrahlen.
Auf der CES haben nun auch asiatische Hersteller wie Samsung und Sony bekannt gegeben, dass sie in ihre zukünftigen Produkte HbbTV integrieren wollen. Aber auch bei ihnen wird es wohl Kompatibilitäts-Problemen wie bei den Europäern geben.
Mit dem Thema “Internet auf dem Fernseher” hat sich auch die Redaktion von netzwelt.de befasst und noch einmal etwas detaillierter aufgelistet, was die jeweiligen TV-Hersteller so bieten.
via Chip.de

